Über uns
www.Holzschuhe.de. Das sind Bernhard Berning, Tobias Große-Puppendahl und Markus Berger. Auf dieser Seite möchten wir uns kurz persönlich vorstellen und Ihnen den Ursprung von unserem Holzschuh-Online-Shop näherbringen.
Tradition aus Leidenschaft

Ich, Bernhard Berning, bin nun seit Juli 2011 der glückliche Inhaber von Holzschuhe.de. Meine beiden Vorgänger bleiben den hölzernen Schuhen zwar nach wie vor treu, aber aus beruflichen Gründen mussten beide leider kürzer treten. Auf die Unterstützung der ehemaligen Westmünsterhändler kann ich aber weiterhin zählen.
Nun möchte ich mich einmal kurz vorstellen. Ich bin nun schon in vierter Generation, persönlich seit 1992, Holzschuhmacher. Als gelernter Tischler war ich immer schon dem Werkstoff Holz verbunden. Aber dass ich einmal mit Holzschuhen meine Brötchen verdienen würde, war anfangs undenkbar. Im Nebenerwerb eventuell, im Haupterwerb nein. Schießlich war der Beruf des Holzschuhmachers schon lange kein Lehrberuf mehr. Doch immer mehr Holzschuhmacher mussten aufgrund Ihres Alters und fehlender Nachfolge ihre Betriebe schließen. Ich sah nun für mich die Möglichkeit gekommen, es doch im Haupterwerb zu versuchen. Heute ist unsere Holzschuhmacherei immer noch in Familienhand und eine der wenigen Holzschuhmachereien in Deutschland.
Ich verkaufe meine Holzschuhe nun auch im Internet, was inzwischen gut 30% meiner Holzschuhe, Blotschen, Klompen und Holsken ausmacht. Das Internet hat auch den Vorteil, mit den Kunden direkt in Kontakt zu kommen und somit auf deren Fragen, Anregungen und Wünsche besser eingehen zu können. Ehrlich gesagt macht es mir richtig großen Spaß und ich hoffe, dass ich diese „Tradition aus Leidenschaft“ noch lange mit Gesundheit und der nötigen Portion Elan fortführen kann. Zu guter Letzt geht noch ein Dankeschön an Markus Berger und Tobias Große-Puppendahl, für die Idee Holzschuhe ins Internet zu bringen und die wunderbare Umsetzung.
„Schuhe aus Holz? Vergiss es. Die sind doch total unbequem.“

Das war mein erster Kontakt mit Holzschuhen. Damals war ich ungefähr 14 Jahre alt und habe zum allerersten Mal in meinem Leben in einer Holzschuhmacherei gestanden. Der Holzschuhmacher – Bernhard – gab nicht auf und bestand darauf, dass ich die Schuhe einfach mal ausprobiere. Wenn es nicht „mein Ding“ ist, kann ich sie ihm ja zurückbringen…
Das hörte sich für mich fair an. Also gesagt, getan. Die Holzschuhe unter den Arm und ab nach Hause. Das Ende dieser Geschichte: Eine bis heute andauernde Liebe zum Holzschuh (kann man Schuhe lieben? Egal.). Sehr schnell wurde aus dem Tragen der Holzschuhe eine echte Leidenschaft. Allerdings war mir das Tragen zu wenig. Daher bat ich Bernhard, mir beizubringen, wie man Holzschuhe macht. Einfach so. Als Hobby.
Laut Bernhard war ich ein Naturtalent (was wahrscheinlich heißt, dass bei mir Hopfen und Malz zumindest nicht ganz verloren waren). Letzten Endes bin ich meinem Hobby „Holzschuhmachen“ lange nachgegangen. Aber irgendwann ließ sich das zeitintensive Hobby nicht mehr mit meinem Beruf vereinen und ich musste ruhiger treten – was mir durchaus schwergefallen ist (wer sein Hobby liebt, weiß wovon ich rede).
Aber auch ohne aktives Holzschuhmachen, ließ mich der traditionelle Schuh nicht ganz los. Im Garten sind Holzschuhe bei mir auch heute nicht wegzudenken. Und auch der regelmäßige Jahresabschluss in der Holzschuhmacherei gehört noch immer zum Pflichtprogramm (wobei das Kräutergetränk mit dem Hirsch im Logo künftig eventuell weg gelassen werden sollte)…
„Was ist das denn?“

Im Herzen des Münsterlandes geboren, sollte man meinen, dass ich mit Holzschuhen groß geworden bin. Falsch gedacht. Den Holzschuh an sich habe ich erst spät entdeckt. War dafür dann aber auch sofort hin und weg. Man stelle sich mal vor: Ein Schuh aus Holz. Ich muss zugeben, dass das meine Welt damals ein wenig auf den Kopf gestellt hat. Schuhe hatten für mich damals drei Streifen an der Seite und waren aus Kunstfasern. Oder sie hatten einen Haken und kamen aus den USA…
Diese Schuhe, die bei uns in der Garage in einer versteckten Ecke vor sich hin rotteten, waren definitiv nicht aus Kunstfaser. Und auch nicht aus Leder. Ok. Zum Teil schon. Aber der größte Teil war aus Holz. Kann so etwas denn bequem sein - war meine erste Frage. Und meine zweite: Woher bekommt man solche Schuhe eigentlich. Antwort: Gute Frage. Viel weiter war ich damit nicht.
Aufgeben ist nicht meine Art. Daher: Weitersuchen! Den Rechner an, Google aufgerufen und Holzschuhe eingegeben (ehrlich gesagt war das der Name, der meiner Meinung nach am besten passte für diese Schuhe). Und siehe da. Es gibt tatsächlich Holzschuhmacher. Allerdings konnte ich nirgends mal eben ein Paar für mich bestellen. Schade. Denn ich wollte unbedingt mein eigenes, nicht halb verrottetes Paar haben.
„Holzschuhe online verkaufen. Coole Idee.“

Der eine arbeitet im Marketing und Vertrieb einer Softwarefirma. Der andere studiert Informationssystemtechnik in Darmstadt. Und beide sind bekennende Westmünsterhändler und haben ihre Liebe zum Holzschuhe entdeckt.
Was dann kommt ist sicherlich eine typische Geschichte für unsere Region. Man trifft sich freitagabends in der gemütlichen Kneipe um die Ecke. Während des Gesprächs kommt plötzlich die „Schnapsidee“ auf den Tisch, dass man Holzschuhe doch einfach online verkaufen sollte und den traditionellen Schuh aus dem Westmünsterland so deutschlandweit bekannt macht.
Nun. Im Westmünsterland setzt man gerade solche Schnapsideen gerne um. Das Ergebnis sehen Sie sich gerade an. Und wir freuen uns von Herzen, dass Sie augenscheinlich ebenso eine „Affinität“ zum Holzschuh haben. Übrigens: Sie können uns glauben, wenn wir Ihnen sagen, dass Sie und wir nicht allein sind. Denn mit dieser Schnapsidee hatten wir bereits nach ca. 6 Monaten über 1000 Paar Holzschuhe in ganz Deutschland verkauft.
Für uns ein Zeichen, dass Holzschuhe auch nach mehreren Hundert Jahre Tradition noch immer topaktuell sind. Wir freuen uns, dass wir mit www.Holzschuhe.de dazu beitragen konnten und hoffentlich noch lange können, dass dieses traditionelle Handwerk aus dem Westmünsterland nicht ausstirbt.
Herzlichst,
Ihr Bernhard Berning, Tobias Große-Puppendahl und Ihr Markus Berger





